Kulturstadt in Bewegung

Wuppertal bietet eine äußerst vielfältige Szene für Kunst und Kultur. Weltbekannte Künstler:innen wie die Dichterin Else Lasker-Schüler, der Dirigent Günter Wand, die Choreografin Pina Bausch, der Maler Hans von Marées oder die Freejazz-Legende Peter Kowald waren in Wuppertal zu Hause. Bürgerschaftliches Engagement hat hier eine große Tradition und führte zur Gründung des Von der Heydt-Museums, der Historischen Stadthalle und des Skulpturenparks Waldfrieden.

Die Leuchttürme der Wuppertaler Kultur besitzen überregionale Strahlkraft und setzen spannende Impulse. Die Wuppertaler Bühnen und das Sinfonieorchester machen mit packenden Inszenierungen und innovativen Konzertprogrammen von sich reden. Das Von der Heydt-Museum zeigt nicht nur weltbekannte Kunstwerke des Impressionismus, Expressionismus und der klassischen Moderne, sondern wurde in den vergangenen Jahren auch mehrfach für seine herausragenden Wechselausstellungen ausgezeichnet. Das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch mit seinem international besetzten Ensemble steht weltweit für die Revolutionierung des Tanzes und gilt mit seinen regelmäßigen Gastspielen auf allen Kontinenten heute als wichtiger Kulturbotschafter des Tanzlandes Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus. Gemeinsam mit der Pina Bausch Foundation und gefördert von Stadt, Land und Bund ist das neue Pina Bausch Zentrum in Vorbereitung, eine ganz neue interdisziplinäre Kunst- und Kultureinrichtung um das denkmalgeschützte Schauspielhaus.

Der Skulpturenpark Waldfrieden, den der international renommierte Bildhauer Tony Cragg in Wuppertal geschaffen hat, bietet einen einzigartigen Ausstellungsraum für moderne Kunst mitten in der Natur. Die Historische Stadthalle Wuppertal ist architektonisch eines der bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt und verfügt zugleich über einen der besten Konzertsäle Europas. Nicht nur das Sinfonieorchester Wuppertal, sondern auch die berühmtesten Musiker:innen der Gegenwart und bekannte Größen aus Comedy und Kabarett sind gern zu Gast. Vollständig von Bildern umgeben sind die Besucher Wuppertals im Visiodrom. In einem denkmalgeschützten Gasspeicher beheimatet, sind hier auf Europas größter 360-Grad-Leinwand Themen der Hochkultur (2022 „Monet – Rebell und Genie“ | 2023 „Leonardo da Vinci – uomo universale“) als immersive Show der Extraklasse erlebbar. Die begleitenden Ausstellungen intensivieren die immersiven Erfahrungen auf äußerst unterhaltsame Weise und vertiefen mit Leichtigkeit das Hintergrundwissen der Besucher.

Ein Besuch in Wuppertal ermöglicht vielfältigen Kulturgenuss auf höchstem Niveau. Eine Ein- oder Mehrtagesfahrt lässt sich auch gut mit dem Besuch des Grünen Zoos und einer Fahrt mit der weltberühmten Schwebebahn verbinden. Für Touristen, egal ob Individual- oder Gruppenreisende, gibt es eine breit aufgestellte Hotelszene. Jede der auch architektonisch interessanten Locations bietet ein gastronomisches Angebot, das sich auch für Gruppen buchen lässt.

Von der Heydt Museum Introbild

Von der Heydt-Museum

Turmhof 8 · 42103 Wuppertal
www.von-der-heydt-museum.de
 

Mit weltbekannten Werken der niederländischen Malerei und des 19. Jahrhunderts, mit Gemälden von Monet, Kirchner, Dix, Picasso und Bacon gehört das Von der Heydt-Museum zu den wichtigen, international renommierten Kunstinstituten Deutschlands. Rund 2300 Gemälde, 500 Skulpturen und 30.000 grafische Blätter gehören zum Bestand, der in wechselnden Ausstellungen präsentiert wird.

2023 jährt sich der Todestag Pablo Picassos zum 50. Mal. Das Von der Heydt-Museum ist offizieller Partner des internationalen Projekts „Célébration Picasso 1973-2023“, das an den Todestag des Künstlers erinnert. Das Von der Heydt-Museum Wuppertal und das Sprengel Museum Hannover haben sich für dieses besondere Ausstellungsprojekt zusammengetan: „Pablo Picasso – Max Beckmann. Mensch, Mythos, Welt“ heißt es vom 17. September 2023 bis 7. Januar 2024 in Wuppertal als erster Ausstellungstation.

Pablo Picasso (1881 – 1973) und Max Beckmann (1884 – 1950) sind Schlüsselfiguren der Moderne. Beide leisten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entscheidende Beiträge zu einer Neudefinition der Möglichkeiten und der Aufgaben gegenständlicher Malerei. Das Von der Heydt-Museum war das erste Museum weltweit, das ein Gemälde von Pablo Picasso erworben hat, und zwar im Jahr 1911. Und eines der Schlüsselwerke Max Beckmanns, sein „Selbstbildnis als Krankenpfleger“ (1915), wurde schon 1925 durch den Barmer Kunstverein für den öffentlichen Kunstbesitz in Wuppertal gesichert.

Historische Stadthalle Wuppertal Intobild

Historische Stadthalle Wuppertal

Johannisberg 40 · 42103 Wuppertal
www.stadthalle.de
 

„Ein fast magischer Ort für Musik“ – so hat die große Pianistin Hélène Grimaud die Historische Stadthalle Wuppertal bezeichnet, einen Konzert­saal, der Künstler:innen aus aller Welt immer wieder aufs Neue begeistert und inspiriert. Akustisch einer der besten Säle Europas, architektonisch ein Schmuckstück, ausgestattet mit modernster Technik und flexibler Bestuhlung, bietet der Große Saal Raum für Kulturgenuss vom Feinsten. Das vielfältige Programm umfasst Sinfonie­ und Kammerkonzertreihen, Gastspiele mit internationalen Solisten, Musicals, Jazz, Rock und Pop, Shows und Comedy­Programme.

Als Austragungsort glanzvoller Bälle und internationaler Tanzturniere ist die Historische Stadthalle Wuppertal gesellschaftlicher Hotspot und Hoch­burg für die Tanzsportszene. Nicht nur Business­veranstalter loben die besondere Atmosphäre des Hauses, sondern auch in der Medienbranche ist das 1895 bis 1900 errichtete Jugendstil­juwel eine begehrte Location für Dreharbeiten, Livestreams und Fotoshootings.

Stilvolle Empfänge und Feiern runden das Programm ab. Der Inhouse­ Caterer „Culinaria“ serviert für jede Art von Event Speisen von höchster Qualität und begeistert mit innovativen Ideen. Im Restaurant „Rossini“ finden regelmäßig Dinnershows, Musikbrunches sowie Sonderveranstal­tungen statt.

Unser aktuelles Programm und vielfältige Informationen für Ihren Besuch finden Sie unter www.stadthalle.de

Skulpturenpark Waldfrieden Introbild

Skulpturenpark Waldfrieden

Hirschstraße 12 · 42285 Wuppertal
www.skulpturenpark-waldfrieden.de
 

In einem idyllischen Waldgebiet auf den Höhen zwischen Wuppertals Stadtzentren Elberfeld und Barmen liegt der Skulpturenpark Waldfrieden. Alte Laubbäume säumen die lange Serpentinenstraße, die zum Parkgelände führt. Schon auf den Wegböschungen der Zufahrt entdeckt der Besucher einzelne Skulpturen Tony Craggs. Der in Wuppertal lebende Künstler erfüllte sich einen lange gehegten Traum, indem er das verwaiste Villengrundstück Waldfrieden in ein Ausstellungszentrum für Skulpturen umgestaltete.

Das gut 14 Hektar große Anwesen gehörte ursprünglich dem Wuppertaler Industriellen Kurt Herberts, der sich hier von dem Architekten Franz Krause zwischen 1947 und 1950 eine zweigeschossige Villa errichten ließ. Das luxuriös ausgestattete Bauwerk ist im Inneren dynamisch auf die Bewegungen der Bewohner abgestimmt, während sich seine Außengestalt harmonisch in Landschaft und Naturraum einfügt. Das Gebäude ist nicht öffentlich zugänglich, kann aber gelegentlich im Rahmen von Führungen besichtigt und als Veranstaltungsort angemietet werden.

Innerhalb des weitläufigen Parkwaldes wird eine stetig wachsende Skulpturensammlung ausgestellt, die neben Plastiken von Tony Cragg auch Werke vieler namhafter Künstler:innen der Moderne und Gegenwart umfasst. Dank seiner charakteristischen Topographie ist das Gelände hervorragend geeignet, um Skulpturen inmitten wechselnder landschaftlicher Verhältnisse zu präsentieren.

Ein Besuch im Skulpturenpark lohnt angesichts des umfangreichen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramms zu jeder Jahreszeit. In drei speziell zu diesem Zweck errichteten Hallen finden ganzjährig hochkarätige Wechselausstellungen statt. Kulinarische Genüsse und Erholung nach dem Rundgang verspricht ein Besuch im Café Podest. Das ehemalige Gärtnerhaus bietet selbst größeren Besuchergruppen Platz. Sowohl der Skulpturenpark Waldfrieden als auch das Café sind ganzjährig, in den Wintermonaten aber nur am Wochenende, geöffnet. Führungen werden regelmäßig und auf Wunsch exklusiv angeboten.

Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH Introbild

Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester

Kurt-Drees-Straße 4 · 42283 Wuppertal
www.wuppertaler-buehnen.de
 
Sinfonieorchester
Yannick Dietrich, Tel.: +49(0)202 5637643
yannick.dietrich@wuppertaler-buehnen.de
 
Schauspiel
Marie Collette, Tel.: +49(0)202 5637634
marie.collette@wuppertaler-buehnen.de
Sinfonieorchester
Yannick Dietrich, Tel.: +49(0)202 5637643
Schauspiel
Marie Collette, Tel.: +49(0)202 5637634

Oper, Schauspiel und Sinfonieorchester Wuppertal gestalten in der Spielzeit 2023/24 ein kulturelles Angebot, das so vielfältig ist wie die Stadt und ihre Bevölkerung: Das künstlerische Leitungsteam mit der neuen Opernintendantin Rebekah Rota, Schauspielintendant Thomas Braus und Generalmusikdirektor Patrick Hahn setzt im Spielplan zukunftsweisende Akzente. Im Mittelpunkt stehen gesellschaftliche Themen wie Zugänglichkeit, Inklusion und Innovation.

Fesselnd erzählte Geschichten, authentisches Spiel sowie Stimmen, die Gefühle ausdrucksstark zu Gehör bringen, sind das Herz der Oper. Damit will die Oper Wuppertal Brücken schlagen – nicht nur zwischen Genres und Stilrichtungen, sondern auch über den Graben des vermeintlich Elitären der Kunstform – und dadurch die Zugänglichkeit vereinfachen. Als Talentschmiede fördert sie junge Menschen, sowohl auf der Bühne als auch hinter den Kulissen. Opernintendantin Rebekah Rota stellt dieses künstlerische Konzept in ihrer Auftaktspielzeit unter anderem mit einer zeitgenössischen Oper unter Beweis. Das Theater ist ein Raum für alle, ein Ort der Begegnung und sollte immer auch ein Spiegel der Gesellschaft sein. Für diesen Grundsatz steht das Schauspiel Wuppertal und setzt diesen in unterschiedlichsten Produktionen mit einem möglichst körperlichen und inklusiven Ansatz um, denn Bewegung und Text, Körper und Sprache gehören für Intendant Thomas Braus unabdinglich zusammen. So werden seit der Spielzeit 2019/20 am Schauspiel Wuppertal Menschen mit Behinderung im Inklusiven Schauspielstudio professionell qualifiziert. Das Inklusive Schauspielstudio ist in dieser Form bisher einzigartig in Deutschland.

Mit dem Sinfonieorchester Wuppertal findet sich im Bergischen Land ein Juwel der deutschen Orchesterlandschaft, das durch mehr als 40 Konzertprogramme pro Spielzeit große Offenheit beweist. Heimspielstätte ist die Historische Stadthalle Wuppertal, die zu den besten Konzertsälen Europas zählt. Seit der Spielzeit 2021/22 begeistert Patrick Hahn als jüngster Generalmusikdirektor im deutschsprachigen Raum das Wuppertaler Publikum mit innovativen Konzertprogrammen sowie am Opernpult. Gerade erst hat er seinen Vertrag vorzeitig bis 2026 verlängert – die programmatische Entdeckungsreise mit dem Sinfonieorchester Wuppertal geht weiter!

Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Introbild

Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

Kurt-Drees-Straße 4 · 42283 Wuppertal
www.pina-bausch.de
 

Pina Bausch hat Tanzgeschichte geschrieben. Sie begründete nicht nur die weltbekannte Compagnie in Wuppertal, sondern prägte ein ganzes
Genre, das Tanztheater - und beeinflusste damit Künstlerinnen, Choreografeninnen und Regisseur*innen in aller Welt, die sich auf sie und ihr Werk beziehen. Dafür erhielt die Choreografin viele Preise, den Deutschen Tanzpreis etwa, den Goldenen Löwen von Venedig und den Kyoto-Preis. Und auch mehrere Jahrzehnte nach ihrer Entstehung und mehr als ein Jahrzehnt nach ihrem Tod berühren ihre Stücke Publika weltweit, wühlen auf, treffen einen Nerv.

Im August 2022 übernahm der französische Tänzer und Choreograf Boris Charmatz die Künstlerische Leitung und Intendanz des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Zusammen mit dem Ensemble wird er neue Stücke kreieren und das Repertoire von Pina Bausch lebendig halten. Ein großes Anliegen ist Charmatz die Entwicklung eines Projekts zwischen Deutschland und Frankreich, getragen von einer engen Kooperation zwischen dem Tanztheater Wuppertal und [terrain], dem Team, mit dem er in Frankreich an ganz unterschiedlichen Standorten arbeitet: in situ, in Museen, in Bahnhöfen, auf Brachflächen oder eben in vom Bergbau geprägten Landschaften des postindustriellen Europas.

Neben einem umfangreichen Repertoire an eigenen Stücken entwickelt Charmatz regelmässig experimentelle Groß-Projekte und Happenings, immer wieder auch im öffentlichen Raum und häufig unter Beteilung der Stadtgesellschaft. So inszenierte er 2021 für die Eröffnung des Grand Palais Éphémère in Paris eine Performance für 130 Tänzer, Happening Tempête. Im Juli 2021 eröffnet er das Manchester International Festival mit Sea Change, einer Choreografie mit 150 Laien- und Profitänzern. Auch in Wuppertal möchte Charmatz die Diversität des generationenübergreifenden Tanztheater mit Mitgliedern aus über 17 Nationen nutzen. Im Mai 2023 findet Wundertal/Sonnborner Straße, das erste Happening für Wuppertal statt, mit Wuppertaler Bürger:innen und dem Ensemble des Tanztheater.

Zu Beginn der Spielzeit 2023/2024 präsentiert das Tanztheater Wuppertal in Wuppertal die erste Kreation unter der künstlerischen Leitung von Boris Charmatz.

Visiodrom im Gaskessel

Mohrenstraße 3 · 42289 Wuppertal
www.visiodrom.de
 

Das Visiodrom - einzigartige Bilderwelten

Bildgewaltige immersive Projektion-Shows machen ihre Besucher zum Teil der Inszenierung. Der Gast taucht völlig in das Thema ein, anstatt wie bei Bühnen, Monitoren oder Gemälden einfach davor zu verweilen. Immersive Shows sind in der Lage bei bester Unterhaltung Neugierde und Interesse auf emotionale Weise zu wecken, unabhängig von der Vorbildung des Betrachters. Daher gehört die Ausstellung zum Thema im Visiodrom immer dazu. So entsteht ein Gesamterlebnis, welches zusammen mit dem Industriedenkmal Gaskessel, in dem sich das Visiodrom befindet, einen unvergesslichen Aufenthalt kreiert.

Kultur trifft Technik

In der Spielzeit 2022 zeigte das Visiodrom „Monet – Rebell und Genie“. Auf den Spuren des impressionistischen Meisters schwelgten die Besucher durch die Landschaften und Motive seines Lebens. Die Show bestand aus über 250 der berühmten Gemälde von Claude Monet. Dies hat so viele Besucher von außerhalb angezogen, dass das Visiodrom 2023 den Wuppertaler Wirtschaftspreis in der Kategorie Stadtmarketing erhielt. Aktuell läuft die Show „Leonardo da Vinci – uomo universale“. In der Ausstellung wird das Thema über Holz- und virtuelle Modelle noch einmal für jeden bestens begreifbar.

Im Visiodrom selbst erheben sich die Erfindungen, Gedanken und Gemälde des ersten Universalgelehrten der Renaissance auf den über 45 Meter hohen Leinwänden des säulenlosen Raums mit 38 Meter Durchmesser. Neben den wissenschaftlichen Leistungen Leonardos aus Vinici, stehen die Gemälde im Mittelpunkt von Show und Ausstellung. Alle Werke, von den Madonnen, über die Mona Lisa, bis hin zum Salvator Mundi sind in Originalgröße Teil der Ausstellung (nur das Letzte Abendmahl ist leicht verkleinert) und in epochaler Erhabenheit das Finale der Show.

Mit seiner Art der Präsentation kennt das Visiodrom keine Berührungs- oder Schwellenängste. Leicht zugänglich für jedermann, sehr unterhaltsam und mit informativer Kurzweiligkeit bietet das Visiodrom seinen Gästen nicht nur eine spannend aufregende Erfahrung, sondern über die Ausstellung auch die Möglichkeit Künstler und Thema näher kennenzulernen.

Das Visiodrom verbindet imposant emotionale Unterhaltung mit leichtzugänglichem Wissen, zu einem unvergesslichen Erlebnis, welches immer einen ganz besonderen Platz in der aufregenden Welt der immersiven Erfahrungen haben hat.

Pina Bausch zentrum Introbild

Pina Bausch Zentrum

Kurt-Drees-Straße 4 · 42283 Wuppertal
www.pinabauschzentrum.de
 

Es gibt viele Gründe, Wuppertal zu kennen und zu lieben. Zweifelsohne sind zwei der weltweit meistgenannten die Schwebebahn und Pina Bausch. Die Tänzerin und Choreografin gilt als Pionierin des modernen Tanztheaters und als eine der weltweit einflussreichsten Künstler:innen des 20. Jahrhunderts. Mit dem Pina Bausch Zentrum soll nun an der wichtigsten Wirkungsstätte der weltberühmten Choreografin, dem denkmalgeschützten Wuppertaler Schauspielhaus, ein international bedeutsamer Kunst- und Kulturort entstehen. Das bietet die seltene Chance, eine Kultureinrichtung ganz neu zu erfinden, die zugleich Exzellenz, Teilhabe vieler Menschen und Diversität ermöglicht. Wie gestalten wir heute einen Ort für die Kunst von morgen?

Stadt, Tanztheater Wuppertal und Pina Bausch Foundation bereiten mit einem internationalen Wettbewerb nicht nur die architektonische Hülle vor, sondern gehen mit experimentellen Formaten schon jetzt in die Entwicklung. Land und Bund fördern die neue Institution und den dynamischen Prozess zur Vorbereitung, der von Bettina Milz als inhaltliche Koordinatorin geleitet wird. Bis zur Eröffnung 2027 wird so das Schauspielhaus „under construction“ schon zu einem Denk- und Möglichkeitsraum im öffentlichen Leben der Stadt.